Video und Foto für Unternehmen: Imagefilm, Reels, Produkt- und Teamfotos sinnvoll planen
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Stockfotos sind schnell gefunden, zeigen aber nie Ihr Team, Ihre Räume oder Ihre Produkte. Eigene Bilder und Videos machen Ihr Unternehmen dagegen greifbar und unverwechselbar. Damit sich der Aufwand für ein Shooting oder einen Dreh lohnt, kommt es vor allem auf die Planung an. Dieser Ratgeber zeigt, welche Formate es gibt, wofür sie sich eignen und wie Sie vorgehen.
1. Erst das Ziel, dann die Kamera
Bevor Sie über Locations und Outfits nachdenken, sollten Sie klären, wofür das Material eingesetzt werden soll. Die Antwort bestimmt Format, Stil und Umfang.
- Website: Hero-Bilder, Teamseite, Leistungs- und Produktseiten
- Social Media: Hochformatige Reels, Stories und Beiträge
- Werbung: Anzeigenmotive für Google, Facebook oder Instagram
- Recruiting: Einblicke in Arbeitsalltag und Team
- Presse und Vertrieb: Porträts, Produktbilder, Präsentationen
2. Die wichtigsten Formate im Überblick
Imagefilm
Ein Imagefilm erzählt, wer Sie sind, was Sie antreibt und was Kunden von Ihnen erwarten können. Er eignet sich für die Startseite, Präsentationen, Messen oder das Recruiting. Entscheidend ist eine klare Geschichte statt einer Aneinanderreihung schöner Bilder. Planen Sie neben der Langversion gleich kurze Schnittfassungen für Social Media mit ein.
Reels und Kurzvideos
Kurze, hochformatige Videos sind auf Instagram, TikTok, YouTube Shorts und zunehmend auch auf LinkedIn verbreitet. Sie leben von einem starken Einstieg in den ersten Sekunden, einer klaren Botschaft und Untertiteln, da viele Menschen Videos ohne Ton ansehen. Typische Ideen: kurze Tipps, Blick hinter die Kulissen, Vorher-nachher, häufige Kundenfragen oder Produkte im Einsatz.
Produktfotos
Gerade im Onlineshop ersetzen Produktfotos das Anfassen im Laden. Sinnvoll sind Freisteller auf neutralem Hintergrund, Detailaufnahmen sowie Bilder im Einsatz, die Größe und Nutzung zeigen. Einheitliches Licht und gleiche Bildausschnitte sorgen für ein ruhiges Gesamtbild.
Business- und Teamfotos
Menschen kaufen gern bei Menschen. Authentische Porträts und Teamaufnahmen schaffen Vertrauen – auf der Website, im Unternehmensprofil, auf LinkedIn oder in Stellenanzeigen. Ergänzen Sie klassische Porträts um Arbeitssituationen, die zeigen, wie Sie tatsächlich arbeiten.
3. Gute Vorbereitung spart Drehzeit
Ein Drehtag oder Shooting ist dann effizient, wenn vorher feststeht, was entstehen soll. Diese Punkte helfen:
- Shotlist: Eine Liste aller benötigten Motive und Szenen mit Verwendungszweck und Format (Hoch- oder Querformat).
- Ablaufplan: Wer wird wann wo benötigt? So müssen Mitarbeitende nicht den ganzen Tag bereitstehen.
- Location vorbereiten: Aufgeräumte Räume, Logo sichtbar, störende Gegenstände entfernt, Lichtsituation vorab geprüft.
- Outfits abstimmen: Einheitlich, aber nicht uniform – möglichst passend zu Ihren Markenfarben und ohne kleinteilige Muster.
- Einverständnis einholen: Klären Sie vorab, dass alle abgebildeten Personen mit der Verwendung einverstanden sind, und dokumentieren Sie dies. Lassen Sie sich im Zweifel rechtlich beraten.
Ein guter Drehtag beginnt nicht mit der Kamera, sondern mit einer Liste.
4. Aus einem Dreh möglichst viel machen
Wer sauber plant, kann aus einem einzigen Produktionstag Material für viele Kanäle gewinnen. Denken Sie bereits beim Dreh an verschiedene Verwendungen:
- Szenen sowohl im Quer- als auch im Hochformat aufnehmen
- Zusätzlich zum Video Standbilder für Website und Beiträge fotografieren
- Kurze Statements des Teams aufzeichnen, die einzeln als Reels funktionieren
- Ausreichend „B-Roll“ drehen, also Zwischenschnitte von Händen, Details und Abläufen
5. Typische Fehler
- Kein klares Ziel: Am Ende gibt es viel Material, aber nicht das, was auf der Website oder in der Werbung fehlt.
- Nur Querformat: Für Social Media fehlen dann hochformatige Inhalte.
- Zu lange Videos: Besonders auf Social Media sollte die Kernbotschaft schnell ankommen.
- Uneinheitlicher Stil: Unterschiedliche Bildlooks wirken unruhig. Halten Sie Ihre Bildsprache in den Markenrichtlinien fest.
- Rechte nicht geklärt: Nutzungsrechte an Musik, Bildern und Aufnahmen von Personen sollten vor der Veröffentlichung geklärt sein.
Fazit
Eigene Fotos und Videos sind ein wirkungsvolles Werkzeug, um Ihr Unternehmen authentisch zu zeigen. Mit einem klaren Ziel, einer Shotlist und einem guten Ablaufplan entsteht aus einem Produktionstag Material für Website, Social Media, Werbung und Recruiting. Setzen Sie dabei auf echte Einblicke statt auf gekaufte Reichweite – Vertrauen entsteht durch Inhalte, die zeigen, wer Sie wirklich sind.
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